| Wo passiert es am meisten?
Die meisten Sexualdelikte passieren nicht in irgendwelchen dunklen Parks
oder Tiefgaragen. Diese Fälle werden sehr gern von den Medien aufgebauscht,
da sich damit gut Schlagzeilen machen lassen.
Der größte Teil der Sexualdelikte, nämlich über
60 Prozent laut Polizeistatistiken, sind sogenannte Beziehungstaten. D.
h. Täter und Opfer kennen sich bereits in irgendeiner Form. Dies
können flüchtige oder auch sogennante gute Bekannte sein, aber
genauso auch Verwandte !
Die Dunkelziffer in diesem Bereich ist auch noch besonders hoch, so daß
der Anteil sicher noch höher ist. Der typische Sexualverbrecher wie
die Medien ihn gerne sehen möchten ist eher selten.
Die meisten Taten passieren also eher im häuslichen Bereich, in
der eigenen Wohnung oder der eines Bekannten / Verwandten!
Soll ich mich wehren?
JA !!!
Bis vor kurzem wurde im allgemeinen davon abgeraten sich zu wehren,
da dadurch die Täter erst recht provoziert würden. Mittlerweile
hat sich aber vor allem auf Grund von Polizeistatistiken die Erkenntnis
durchgesetzt, das in 80 - 90 Prozent der Fälle die Frau sich durch
zur Wehr setzen schützen konnte, oder zumindestens die Folgen vermindern.
Die Polizei rät den Frauen mittlerweile dazu sich zur Wehr zu setzen.
Die Verteidigung sollte aber besonnen erfolgen. Panikreaktionen nützen
meistens nichts.
Öffentliche Verkehrsmittel
In S- und U-Bahnen nachts möglichst das Abteil hinter dem/r Fahrer/in
wählen. Die Zugführer haben Funk, und können die Zentrale
benachrichtigen.
Ansonsten ein Abteil wählen, wo sich möglichst viel Fahrgäste
aufhalten.
Bei Doppelsitzen kann man den Platz neben sich blockieren, indem man sich
zum Gang hin setzt, statt zum Fenster, oder Taschen neben sich stellt.
(Natürlich nicht in der Hauptverkehrszeit!!)
Sich vergewissern wo die Notrufanlage oder Notbremse ist. Z.B. haben in
München alle U-Bahnzüge eine Notrufanlage neben den Türen.
Dieses Wissen ist auch nützlich falls Unfälle passieren, und
jemand Hilfe benötigt.
Wenn man belästigt wird, und Hilfe braucht, nicht einfach in die
Menge rufen, sondern gezielt einzelne Personen um Hilfe bitten. (Aus der
Anonymität holen!). Z.B. um die Benachrichtigung des/r Schaffner(s)(in)
bitten.
Wenn jemand mit aussteigt, der verdächtig wirkt, lieber noch eine
Station weiterfahren.
In München und vielleicht auch anderen Städten gibt es einen
leider wenig genutzten Service, wo die Straßenbahnfahrer Taxi's
zur Endstation rufen können.
Auch auf den Bahnsteigen der U-Bahn gibt es Notrufsäulen. Außerdem
gibt es bei der Münchner U-Bahn auch Notbremsen an den Bahnsteigen,
mit denen auch das Gleis stromfrei geschaltet wird, falls z.B. jemand
in das Gleis stürzt.
Generell sind öffentliche Verkehrsmittel sicherer als die Medien
und gewisse demagogische Politiker glauben machen wollen. So sind in München
im Bereich des MVV 1993 ca. 430 Gewalttaten passiert. Das umfaßt
alles von der leichten Körperverletzung angefangen bis theroretisch
zum Mord (keiner passiert!). Wenn man diese Zahl in Relation setzt zu
der 1/2 Million Fahrgäste täglich ist dies verschwindend wenig.
Viele der Taten hatten außerdem bereits eine Hintergrundgeschichte,
d.h. Täter und Opfer kannten sich bereits. Auch gewalttätiges
Vorgehen gegen Kontrollschaffner taucht dabei auf. Die rein spontanen
Taten sind also noch wesentlich geringer.
Taxi
Es ist möglich über die Taxizentrale eine Frau als Fahrerin
anzufordern.
Im Zweifelsfall die Taxinummer merken oder notieren.
Viele Städte bieten einen speziellen Taxiservice für Frauen
in den Abendstunden an. In München kann man an etlichen Straßenbahnendstationen
ein Taxi anfordern lassen.
Die eigene Wohnung
Die gute alte Sperrkette bietet guten Schutz gegen unerwünschte Eindringlinge,
auch gegen unerwünschte Vertreter.
Schlösser sollten gegen Abschrauben von außen gesichert sein,
sowie die Schließzylinder bündig mit der Abdeckplatte abschließen,
damit der Schließzylinder nicht herausgebrochen werden kann.
Jede Polizeidienststelle bietet übrigens auch kostenlose Beratung
an, wie eine Wohnung gegen Einbruch gesichert werden kann.
Was tun gegen Telefonterror?

Am wirksamsten ist ein Anrufbeantworter, im Zweifelsfall erst abheben,
wenn sich der Anrufer gemeldet hat. Wenn sich nur der Anrufbeantworter
meldet, hat der unerwünschte Anrufer kein Opfer, und wird meistens
sehr schnell aufgeben. Anrufbeantworter sind mittlerweile für jeden
erschwinglich, und in jedem guten Kaufhaus, oder bei der Telekom erhältlich.
Eine Trillerpfeife hilft auch ! Einfach in die Sprechmuschel pfeifen.
Bei sehr hartnäckigen Fällen kann man auch bei der Telekom eine
Anrufrückverfolgung beantragen - aktuelle
Preise bitte bei der Telekom
erfragen. Am schnellsten geht es über ein T-Com Ladengeschäft, dort erhält man genaue Auskunft.
Bei der Telekom kann man eine Geheimnummer beantragen, diese wird nicht
im Telefonbuch veröffentlicht, und kann auch bei der Auskunft nicht
erfragt werden. Damit verhindert man allerdings auch, daß Personen
deren Anruf erwünscht ist, diese Nummer von der Auskunft erfahren!
Auslandsreisen
Andere Länder andere Sitten.
Speziell in islamischen Ländern, aber auch anderen Ländern,
haben Frauen eine andere Stellung in der Gesellschaft als in der westlichen
Welt. Dies hat oft religiöse Hintergründe. Alleine reisende
Frauen, die sich westlich kleiden, das Haar offen tragen usw. wirken in
diesen Kulturkreisen oft provozierend. Selbst im näheren Umkreis
sind oft andere Regeln zu beachten. So dürfte es mittlerweile eigentlich
allgemein bekannt sein, daß es in Italien oder anderen Mittelmeerländer
zu Problemen führt, wenn Kirchen im Minirock besucht werden. Es sollte
eigentlich jedem (das gilt auch für Männer!) klar sein, daß
man sich vor einer Auslandsreise etwas über die dortige Kultur informiert,
und sich dann am Urlaubsort auch wie ein Gast verhält, und die dortigen
Gepflogenheiten respektiert.
Tipps und Verhaltensregeln für Auslandreisen sind in der Regel bei
Reiseveranstaltern oder dem ADAC erhältlich. Im Zweifelsfall sollte
davon abgesehen werden allein zu verreisen.
Was ist von Waffen zu halten?
Generell nichts! Eine Waffe muß erst mal bedient werden können!
Außerdem kann eine Waffe auch gegen einen selbst gerichtet werden,
wenn der Täter sie einem abnimmt. Und der kennt sich vielleicht besser
damit aus. Waffen können auch zu Panikreaktionen des Täters
führen.
Eine andere Sache sind alltägliche Gegenstände die als Waffe
benutzt werden können (z.B. Schirme, Taschen etc.). Allerdings erfordert
die Benutzung z.B. eines Schirms als Waffe auch etwas Übung.
Scharfe Schußwaffen
Um damit umgehen zu können ist eine entsprechende Ausbildung und
ständige Übung notwendig. Eine Schußwaffe die man im Ernstfall
nicht gleich zur Hand hat nutzt auch herzlich wenig. Schließlich
kann man ja auch nicht wie im Wilden Westen mit dem Schnellziehholster
rumlaufen!
In Deutschland ist außerdem der Besitz von Schußwaffen unter
strenge Regeln gestellt. Eine Waffenbesitzkarte ist noch einigermaßen
leicht zu bekommen, wenn man Mitglied in einem Sportschützenverein
ist und ansonsten unbescholten. Eine Waffenbesitzkarte berechtigt aber
nicht dazu diese auch außerhalb des Schießstands geladen zu
führen. Dies ist nur mit Waffenschein erlaubt, und der wird nur in
sehr gut begründeten Fällen erteilt.
Wie man aus Ländern mit laxen Waffengesetzen (USA) sehen kann, führt
der Besitz von Waffen auch nicht zu weniger Verbrechen, sondern eher zu
einer Eskalation! Wenn ein Straftäter mit bewaffnetem Widerstand
rechnen muß dann wird er sich auch selbst eine Waffe zulegen und
diese auch benutzen!
Elektroschocker
Diese Geräte dienen nur zur Erhöhung des Gewinns diverser Hersteller
von Verteidigungswaffen! Der Nutzen ist höchstens psychologischer
Art!

Gaspistole und Gasspray
Gaspistolen und Gasspray sind bei weitem nicht so wirkungsvoll wie man
es sich erhofft. Zum einen sind die Gasmischungen wesentlich schwächer
als die der Polizei oder des Militärs, und zum anderen sprüht
man sich das Zeug auch leicht selbst ins Gesicht, wenn die Windrichtung
nicht stimmt. Gassprays werden außerdem mit der Zeit undicht und
werden wirkungslos. Und schließlich muß man die Waffe auch
rechtzeitig zur Hand haben. Wenn das Gasspray irgendwo in einer typischen
Handtasche verschwindet, dann dauerts mit Sicherheit zu lange!
Wenn der Besitz so eines Gassprays der Besitzerin etwas die Angst nimmt,
und ihr ein selbstbewußteres Auftreten ermöglicht, so ist nichts
dagegen einzuwenden. Jedoch darf man sich nicht nur darauf verlassen,
da es gegen einen wirklich entschlossenen Angreifer nicht hilft, und möglicherweise
nur zu einem trügerischen Sicherheitsgefühl führt.
Alarmgeräte
Alarmgeräte sind wahrscheinlich noch am sinnvollsten. Damit kann
man weder sich selbst noch anderen Schaden zufügen, noch kann eine
Trillerpfeife gegen einen selbst als Waffe verwendet werden. Ansonsten
gilt auch hier, billig ist nicht unbedingt am schlechtesten. Eine Trillerpfeife
kostet nicht viel, und läßt sich leicht an einer Schnur tragen,
und ist damit auch leicht zugänglich.
Es gibt auch Alarmgeräte mit Batterie, die losgehen, wenn eine Schnur
rausgezogen wird. Diese Geräte sind ebenfalls recht billig in Kaufhäusern
zu bekommen. Natürlich sollte man sich regelmäßig vergewissern,
daß die Batterie noch voll ist!
Alltägliche Gegenstände
Viele alltägliche Gegenstände lassen sich zur Waffe umfunktionieren.
Schirme und Spazierstöcke
Mit einem Schirm kann man z.B. zuschlagen und zustechen! Im Ernstfall
aber nicht bis zum letzten Moment dran festhalten, sondern wenn man schon
gepackt wird, den Schirm wegwerfen. Man kann auch die Ablenkung ausnutzen,
wenn man dem Angreifer den Schirm z.B. ins Gesicht wirft.
Handtaschen
Auch mit Handtaschen kann man zuschlagen, insbesondere manche Handtaschen
von Frauen haben auch ein dementsprechendes Gewicht! Es wäre auch
möglich den Riemen der Handtasche zum Hebeln zu benutzen, das erfordert
aber etliches an Übung. Leichter ist die Handtasche am langen Riemen
zu schwingen, und damit zuzuschlagen.
Der Umgang mit alltäglichen Gegenständen zur Selbstverteidigung
lässt sich ebenfalls im Martial
Arts Center erlernen. Erfragen Sie aktuelle Termine, oder vereinbaren
Sie Privatstunden unter: 089-889 068 74 oder 0170 891 9983 |